| das protokoll vom 21. juni 2004 zum MS-chat mit dr. hebener auf http://www.ms-therapiezentrum.de. | |
| nun waren wir so frech und haben unsere fragen nach oben zusammengefasst. der rest ist 1:1. | |
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<corinne>
aus 100% Alpha-Linolensäure werden scheinbar
"nur" etwa 10% EPA gebildet. was passiert mit dem Rest ? aussagen
wie "gehen verloren" sind mir zu schwammig. <Hebener>
Corinne: Wer formuliert die Aussage? <corinne>
dies war in einer Fettsäuren-Kaskade erwähnt. woher weiss ich
nicht mehr genau. <Hebener> Corinne: Die Aussage der Umwandlungsrate ist durchaus korrekt. Bei Erhöhung der Linolsäure wird sie aber nochmals deutlich geringer und der Rest der Alpha-Linolensäure dürfte im Energiestoffwechsel und z. T. in der Zellwand verbraucht werden <Fanny>
Aber aus Gamma-Linolensäure wird doch Arachidonsäure
gebildet?! <Hebener> Fanny: aus Gamma-Linolensäure entsteht auch Dihomo-Gamma-Linolensäure und entzündungshemmende Prostaglandine. Das eigentliche Problem ist, dass in Frage kommende Öle (z.B. Nachtkerzenöl) einen zu hohen Linolsäuregehalt haben. <corinne>
haben nicht hassam und crawford anfang der achziger
jahre positive erfahrungen mit nachtkerzenöl bei MS-patienten gemacht
? <Hebener> Corinne: Sie müssen immer fragen, ob positive Erfahrungen einen Relativ-Effekt oder wirkliche Stabilität meinen. Bei einem schubförmigen Verlauf mit echten Remissionen ist ein relativ positiver Effekt denkbar. <corinne>wieso
ist bei einer DGLA-gabe nur bei einem schubförmigen verlauf ein relativ
positiver effekt denkbar, und nicht auch beim chronischen ? <Hebener>Corinne: Wäre auch beim chronischen Verlauf denkbar, aber die Linolsäure macht weit mehr Schaden als DGLA Nutzen. <corinne>können
fettsäuren ausser durch oxidation sonst noch irgendwie zerstört
(nicht verbraucht) werden ? <Hebener>Corinne:
Sie dienen auch der Energiegewinnung und sind Teil jeder Zellwand. <corinne>ich
meine jedoch eine zerstörung im sinne einer oxidation durch z.b.
freie radikale. gibt es diesbezüglich noch andere "negativen"
formen des verbrauchs ? <Hebener>Corinne:
Radikaleneinwirkung ist das zentrale medizinische Problem. Durch die Umwandlung
entstehen hochgiftige Substanzen mit zellzerstörender Wirkung. <corinne>wie
nennt man diese substanzen ? <Hebener>Corinne: Ein Überbegriff ist "Lipid-Peroxide". <corinne>sind
neben den bekannten fettsäuren wie LA, ALA, DGLA, AA, EPA und DHA
noch andere stoffe in fetten und ölen wie z.b. palmitinsäure
entscheidend für den entzündungsprozess ? <Hebener>Corinne: Palmitinsäure ist ohne bekannten Einfluss auf Entzündungen, Immunreaktionen oder Radikalbildung. <corinne>und
wie ist es mit anderen stoffen welche sich in ölen und fetten finden
? <Hebener>Corinne:
Welche meinen Sie denn? <corinne>ich
meine weitere stoffe welche in fetten oder ölen enthalten sind wie
z.b. aminosäuren, stearinsäure. <Hebener>Corinne: Kann pauschal nicht beantwortet werden. Die Aminosäure Arginin z.B. verstärkt die NO-Radikalbildung und kann damit MS-verschlechternd sich auswirken. <corinne>in
ordnung. gibt es richtwerte einer menge an vitamin E, welche für
den oxidationsschutz einer bestimmten menge essentieller, mehrfach-ungesättigter
fette benötigt wird, welche zusätzlich zur normalen ernährung
z.b. in form von fischölkapseln eingenommen werden ? <Hebener>Corinne:
Wenn Sie nur die Fischöle absichern wollen, reichen 400 - 600 IE
pro Tag. Für die therapeutische Anwendung muss Vitamin E höher
dosiert werden. <corinne>400
- 600 I.E. bei der von Ihnen empfohlenen menge fischöl? <Hebener>Corinne:
Ja, exakt. <corinne>was
verstehen Sie unter einer therapeutischen anwendung von vitamin E und
wie hoch wäre die dosierung dann? <Hebener>Corinne:
1.200 - 1.800 IE pro Tag, damit ich mit dem Vitamin E separat eine maximale
Wirksamkeit erzielen kann. <corinne>eine
maximale wirksamkeit wofür und wieso zwei unterschiedliche dosierungsangaben
(400-600 I.E. und 1200-1800 I. E.)? <Hebener>Corinne: Sie wollten zuerst wissen, wieviel Vitamin E nötig ist bei Anwendung von Fischöl. Wenn Sie Vitamin E als Medikament mit eigener maximaler Wirksamkeit anwenden wollen, brauchen Sie die entsprechend höhere Dosis. <corinne>vielen
dank für Ihre antworten. ich verabschiede mich nun und wünsche
allen einen schönen abend. <Hebener>Corinne: War mir ein Vergnügen. Es mangelt Ihnen nicht an Nachhaltigkeit. * <Hebener>
Hallo Leute, Hebener ist da, es kann losgehen! <Hebener>
Gerhard: Beide Brotsorten sind möglich. Bei größerem Brotverzehr
ist Roggenbrot zu bevorzugen. <Fanny>
Im März-Chat wurde die Hitzeempfindlichkeit der Omega-3-FS erwähnt.
Wie wirkt sich die Zubereitung oder die Konservierung von Fisch auf diese
FS aus? <Hebener>
Fanny: Mit Sicherheit wird bei der Zubereitung ein Teil der Fettsäuren
umgewandelt. Der genaue Anteil ist jedoch nicht bekannt. <Fanny>
Welche Bedeutung hat die DPA? <Hebener>
Fanny: DPA wird den Omega-3-Fettsäuren zugerechnet, hat aber keine
spezifische physiologische Bedeutung. <Fanny>
Wie ist der angegebene Linolensäure-Gehalt in der Lebensmitteltabelle
zu bewerten? <Hebener>
Fanny: Sofern ein Lebensmittel nur geringe Linolsäuremengen beinhaltet
und gleichzeitig relativ viel Omega-3-Fettsäuren hat, kann die Linolsäure
vernachlässigt werden (z.B. Obst und Gemüse). <Fanny>
Nochmals zurück zu meiner vorletzten Frage. Ich meinte die Linolensäure. <Hebener>
Fanny: Sorry, Linolensäure ist positiv zu bewerten, allerdings immer
nur im Zusammenhang mit dem Absolutgehalt an Linolsäure. <walli>
hilft ihre Therapie auch bei schleichender MS ?? <Hebener>
Walli: Ca. 80% aller unserer Neupatienten sind im schleichenden Verlauf. <Hebener>
Henck: Ginkgo hat eine Fülle positiver Effekte und ist bei MS sehr
empfehlenswert. <Henck>
In welcher Form gibt es Ginkgo? <Hebener>
Henck: Es gibt eine Reihe deutscher Medikamente. Ich persönlich bevorzuge
Tebonin intens. <Hebener>
Walli: Kein "normales" Speiseöl, sondern allenfalls sog.
MCT-Fette. Besser ist jedoch auf Joghurt, saure Sahne, Balsamico-Essig
auszuweichen. <Hebener>
Alex: Perilla-Öl enthält einen hohen Anteil Alpha-Linolensäure,
aus der der Körper "Fischöle" in begrenztem Umfang
produzieren kann. Für therapeutische Belange bei MS stellt es keine
tragfähige Alternative dar. <Hebener>
Lara: Es tut uns leid. Lag an organisatorisch-terminlichen Problemen.
Wird zusammen mit dem neuen Protokoll schnellstmöglich nachgeholt. <walli>
wieviel vitamin E und welches ?? <Hebener>
Walli: eine sichere therapeutische Wirksamkeit beginnt ab 1.200 IE pro
Tag. Ich empfehle regelmäßig 1.800 IE. <Hebener>
Walli: Ist heute durchaus üblich. Ich bewerte die Maßnahme
kritisch. M.E. sollte Cortison für eine tatsächliche Krankheitsaktivität
reserviert bleiben. <Hebener>
Fanny: Höher als der Omega-6-Anteil und wahrscheinlich Linolsäure
unter 1 % des Gewichtes. <Fanny>
Aber aus Gamma-Linolensäure wird doch Arachidonsäure gebildet?! <Hebener>
Fanny: aus Gamma-Linolensäure entsteht auch Dihomo-Gamma-Linolensäure
und entzündungshemmende Prostaglandine. Das eigentliche Problem ist,
dass in Frage kommende Öle (z.B. Nachtkerzenöl) einen zu hohen
Linolsäuregehalt haben. <Hebener>
Claudia: Ohne jedes Problem. <Hebener>
Alex: Müsste ich überprüfen. <Hebener>Tebonin
forte und intens enthalten keinen Süßstoff <Hebener>
Henck: Hierbei handelt es sich um eine Immunstimulation, die auch unerwünschte
Auswirkungen haben kann. Die Empfehlung müsste ausdrücklich
von der Einzelfallbewertung abhängig gemacht werden. <Hebener>
Walli: Hormone sind schon lange ein interessantes Thema. Vor Abschluss
umfangreicher Untersuchungen würde ich keine pauschale Empfehlung
zur Anwendung geben wollen. <Hebener>
Alex: Mit dem Bluttest allein nur in begrenzter Sicherheit. <Hebener>
Gerhard: Padma 28 besitzt antientzündliche und positiv immunmodulierende
Eigenschaften. <Gerhard>
d.h. ich könnte padma 28 als unterstützendes Mittel einnehmen
? <Hebener>
Gerhard: Ja. <Hebener>
Henck: Auch hier kann die Immunstimulation bei instabiler Krankheitslage
negative Effekte auslösen. <Henck>
Also besser nicht nehmen! <Hebener>
Henck: Im Zweifelsfall besser nicht. <Hebener>
Alex: Kann ich nicht beantworten. Keine Erfahrung. <Hebener>
Fanny: Es verbessert die anti-oxidativen Wirkungen gegen freie Radikale. <Hebener>
Sahne: B-Vitamin-Präparate, Alpha-Liponsäure, manchmal sogar
Anti-Epileptika oder Anti-Depressiva können im Einzelfall helfen. <Hebener>
Henck: Im Zusammenhang mit anderen Algen (Spirulina und Chlorella) musste
ich mich leider über einen zu hohen Linolsäureanteil aufklären
lassen. Hier würde ich aber sicherlich erstmal überprüfen,
ob die Baclophen-Dosis wirklich individuell angemessen ist, bevor eine
spezifische Therapie des Müdigkeitssyndroms eingeleitet werden sollte. <Hebener>
Alex: Eigentliche Wirkkomponente ist das 5-Metoxipsoralen. Es verursacht
eine Blockierung des Kalium-Kanals und kann damit bei zerstörter
Myelin-Schicht, aber noch vorhandener Nervenfaser eine gewisse Leitfähigkeit
wiederherstellen. <Alex>
Ist diese Besserung nur kurzzeitig ? <Hebener>
Alex: Ja. <Hebener>Fanny:
Wie bei anderen Menschen auch. <Hebener>Alex:
Nein, das steht nicht im Zusammenhang. <Hebener>Henck:
Im Herbst 2005 soll das Medikament Antegren zugelassen werden. Es bewirkt
durch Rezeptorblockierung auch eine Verbesserung der Blut-Hirn-Schranken-Stabilität.
Damit haben Sie bereits eine erste praktische Anwendungsmöglichkeit.
Nur weil Würzburg jetzt ein Problem angeht, das viel zu lange stiefmütterlich
behandelt wurde, erwarte ich noch keine bahnbrechenden therapeutischen
Konsequenzen. <Alex>Schädigt
Ihrer Meinung nach das Rauchen die BHS-Stabilität ? <Hebener>Alex:
Mit einiger Wahrscheinlichkeit ja. Für die Mehrzahl der MS-Patienten
allerdings in wenig bedeutsamer Dimension. <Alex>Aspartam
und andere Süßstoffe auch ? <Hebener>Alex:
Zumindest gibt es eine nicht ganz sinnlose Diskussion darüber. <Henck>Imfung
mit T-Zellen. Dadurch soll der Selbstschutz aktiviert werden und der Krankheitsverlauf
aufgehalten werden. Was kann man davon erwarten? <Hebener>Henck:
Ich persönlich erwarte davon günstigstenfalls einen Relativ-Erfolg
im Sinne der Verzögerung. <Henck>Also
bisher keine bahnbrechenden Erkenntnisse. <Hebener>Henck:
In Belgien wurde mit dem Prinzip bereits vor über 10 Jahren experimentiert.
Ich hoffe selbstverständlich, dass wenigstens ein gewisser Nutzen
erreichbar ist. <Alex>Können
Sie mir einen umfassenden Allergienahrungsmitteltest empfehlen ? <Hebener>Alex:
Bin ich, glaube ich, vom letzten Protokoll noch schuldig. Sollte im Laufe
dieser Woche nachlesbar sein. <Alex>Danke <Hebener>
Recht aussagefähig bzw. Zuverlässig scheinen „Select
181“, www.Pulsamed.de und „Imupro 300“, www.imupro.de <Lara>Ich
habe Probleme mit meinem Bein bzw. Fuß. Das habe ich Ihnen auch
schon beim vorletzten Chat geschrieben - während und beim Sport.
Wir haben auch deswegen telefoniert und sie haben mir ersteinmal für
eine Woche Sportverbot erteilt! Dann war's auch okay. Am Sonntag vor einer
Woche - nach einer ziemlich anstrengenden Radtour - fing es wieder an.
Ich kann das nicht genau beschreiben. Es will einfach nicht so schnell
wie das andere! <Hebener>Lara:
Sie müssen Ihre Belastungsgrenzen nach Möglichkeit nach und
nach austesten, um die Überlastung zu vermeiden und dadurch positive
Trainingseffekte zu erreichen. <Lara>Aber
ich hab jetzt seit Samstag nix mehr gemacht, aber Probleme beim Gehen
fallen mir auf. Das ist so, wie wenn ich ein wenig den Fuß nachschleife
und nicht komplett abhebe. <Hebener>Lara:
Es ist aber hier eindeutig eine Reaktion auf die Überlastung eines
vorgeschädigten Gewebes. <anni>kann
man sich auch übers internett anmelden für einen termin bei
ihnen ? <Hebener>Anni:
Das könnten Sie durchaus über unsere Email-Adresse: info@ms-therapiezentrum.de <anni>würden
sie meinen mann sagen das ich in kur muß möchte so gerne <Hebener>Anni:
Wenn er mich fragt, kann ich das ggf. gerne tun. <Henck>Gibt
es eine Verbindung von Vitamin-D-Aufnahme und einem verminderten MS-Risiko?
Hat das auch für eine bestehende MS dann positive Folgen und wäre
dann eine orale Einnahme von Vitamin D sinnvoll? Angeblich führte
der TGF-beta 1 Spiegel in einem Tierversuch zu Unterdrückung der
MS-ähnlichen Symptome. <Hebener>Henck:
Auch das ist eine interessante Hypothese, die einige Vernunft vermuten
lässt. Inwieweit daraus wirkliche therapeutische Hilfe resultiert,
ist vorläufig überhaupt nicht absehbar. <anni>hat
es Sinn die vielen tabletten bei schleichender MS kann man sie dadurch
aufhalten ?? <Hebener>Anni:
Die Frage ist immer, welchen Wirkstoff man anwendet und nicht nur die
Anzahl der Tabletten oder Kapseln. <Fanny>Aus
Ihrem Buch entnehme ich, dass der Arachidonsäure- u. LS-Gehalt bei
Fisch nicht mit berechnet werden muß, wenn der Anteil der Omega-3-FS
höher ist. Habe ich das richtig verstanden? <Hebener>Fanny:
Ja, das haben Sie! <Alex>Anscheinend
soll Phosphatmangel u.a ein MS-Auslöser sein. Ist das auch Ihre Meinung
? <Hebener>Alex:
Bei zurückhaltender Schätzung könnte ich wahrscheinlich
mindestens 20 "MS-Auslöser" relativ plausibel hypothetisch
begründen. Welchen Wert hätte das? <rainer>Welche
Behandlungseffekte sind nach Ihrer Erfahrung mit Mitoxantron zu erreichen? <Hebener>Rainer:
Mitoxantron elektrisiert mich nachhaltig. Bei etwa 2/3 der Behandelten
ist für die Dauer der Anwendung (2 - 3 Jahre) eine Stabilisierung
zu erwarten. Verbesserungen sind möglich, aber viel seltener als
behauptet. Zu mir kommen erstrangig Patienten, die Mitoxatron weder als
erfolgreich noch gut verträglich kennengelernt haben. <rainer>Vielen
Dank für die Antwort und an alle noch einen schönen Abend. <anni>kann
man durch ihre therapie die Ms verbessern ?? <Hebener>Anni:
Das ist durchaus möglich. Wichtigstes Ziel ist aber, einen sicheren
Stillstand zu erreichen. Dieser ist die einzige Basis, auch langfristig
Verbesserungen möglich zu machen. <Lara>Mir
ist auch zwei- bis dreimal in der letzten Woche ein Symptom aufgefallen:
Das Nackenbeugesyndrom! War nur morgens beim Kopf runterbeugen, danach
nicht mehr. Kann sowas schon mal sein? <Hebener>Lara:
Dieses Symptom steht nur für eine irgendwann eingetretene Verletzung
im Rückenmarksbereich. Es lässt keine Aussage hinsichtlich einer
befürchteten Schubsituation zu. <Lara>Okay,
vielen Dank für die Antworten. Ich muss jetzt leider weg. Schönen
Abend noch!!! <Henck>Ist
es sinnvoll, Vitamin D einzunehmen und in welcher Dosis. Mein Apotheker
hat mir Calcimagon - D 3 empfohlen, das auch gut gegen Osteoporose sein
soll. <Hebener>Henck:
Sofern eine Osteoporose droht, würde ich die Anwendung unbedingt
unterstützen. <Fanny>Eine
Bekannte empfahl mir, einen Haar-Analysetest machen zu lassen. Hat so
etwas Sinn? (Ist ja ziemlich teuer) <Hebener>Fanny:
Die Methode ist durchaus honorig. Was ihre tatsächliche Wertigkeit
für die MS-Therapie anbelangt, darf ich diese als bescheiden einstufen. <Alex>Ist
eine Spastik sowohl bei einer spinalen Läsion als auch bei einer
cerebralen Läsion möglich ? <Hebener>Alex:
Ja. <Sahne>Bzgl.
Ihrer Antwort: Können Sie mir ein Vit-B-Präparat und ein Präparat
mit Alpha- Liponsäure
empfehlen, welche zu den Seviton-Medikamenten passen? <Hebener>Sahne:
Sie können jedes B-Komplex-Präparat nehmen. Bei Alpha-Liponsäure
bevorzuge ich Alpha-Vibolex oder von STADA. <waltraud>bei
mir jetzt die ms leider nach 12 jahren schlechter soll ich mehr einnehmen
? <Hebener>Waltraud:
Mehr wovon? <waltraud>von
seviton kurpackung die ganzen tableten vit b, fischöl, selen usw
von seviton <Hebener>Waltraud:
Mit Wahrscheinlichkeit nein. Sie sollten das Problem entweder in der Telefonsprechstunde
oder bei einem Termin persönlich und ausführlich darlegen. <waltraud>bitte
geben sie mir ihre telefonnummer <Hebener>Waltraud:
Tel. Praxis: 06243/6083 <waltraud>stimmt
es das ms mit 50 jahren aufhört <Hebener>
Nein! <waltraud>gerade
mit der blasenschwäche habe ich zu kämpfen ohne einlage geht
nichts mehr <waltraud>habe
100 bis 200 restharn <Hebener>Waltraud:
Das ist relativ viel, gibt aber noch keine richtungsweisende Möglichkeit
gezielter Medikation, weil auch die Intensität des Harndrangs oder
das Auftreten von Inkontinenz mitberücksichtigt werden müssen. <waltraud>intensität
des harndarng kann man das messen lassen ?? <Hebener>Waltraud:
Für die optimale Blasenmedikation wäre eine umfangreiche urologische
Messung (Urodynamik) extrem wichtig. <Henck>Ich
bin auf dem rechten Ohr geräuschempfindlicher als früher und
habe auch immer ein Druckgefühl auf dem Ohr. Vor 3 Jahren hatte ich
Meniere, seitdem höre ich rechts nicht mehr so gut. Ist ja ab und
zu auch nicht schlecht. Ich habe Schwierigkeiten, wenn viele Stimme durcheinander
zu hören sind. Was kann ich dagegen machen? Hilft vielleicht Vertigoheel
wie damals bei Meniere? <Hebener>Henck:
Bei Meniere lohnt die Anwendung von Vertigo-Heel, für die Hörphänomene
lohnt eher der Versuch mit Ginkgo oder Pentoxiphilin. <Henck>Was
ist Pentoxiphilin? <Hebener>Henck:
Ein Wirkstoff, der in Medikamenten verfügbar ist (z.B. Trental). <Alex>nach
einem Reisebedingten Schlafentzug hatte ich am nächsten Tag kurzfristig
keine Spastik. Gibt es für Sie hie einen Zusammenhang ? <Hebener>Alex:
Als Physiologe muss ich über dieses Problem gründlicher nachdenken.
Wenn mir was Gescheites einfällt, steht's im Protokoll. <heidi>Hallo,
ich bin "neu" hier und habe im Moment mehr eine kostentechnische
Frage, Sie haben mir geschrieben, daß Sie auch die "etablierten
schulmedizinischen Verfahren" anwenden, müssen diese dann auch
von mir privat getragen werden, da ich gesetzlich versichert bin, oder
erstattet die Kasse mir die Kosten? <Hebener>Heidi:
Jeder Kassenarzt kann die Verordnungen dieser offiziellen Medikamente
übernehmen. <heidi>Sie
schreiben mir auch, dass eventuell hochwertige Vitaminpräparate und
Diätetika erforderlich sind, wie hoch wären da ungefähr
die Kosten, die auf mich zukommen würden? <Hebener>Heidi:
Diese Auskünfte müssten Ihnen eigentlich zugegangen sein. Es
ist mit Jahreskosten von ca. 2.000Euro zu rechnen. <heidi>Nein,
dies wurde mir noch nicht mitgeteilt, da ich mir dieses nicht leisten
kann, wäre eine Therapie ohne diese "Zusatzstoffe" sinnvoll,
d.h. nur mit Ihrer "Diättherapie"? <Hebener>Heidi:
Bereits die Ernährungsumstellung hat einen eindeutigen Nutzen. <Steffi>eignet
sich die diät auch bei athrose und fördert gelenkaufbau? <Hebener>Steffi:
Die Ernährungsempfehlungen und auch Teile der Medikation können
erfolgreich sein. <anatol>Können
Sie mir sagen, ob bei zwei Schüben in 6 Jahren aber zahlreichen Entzündungen
eine Diäten-Behandlung ausreicht oder man zusätzlich noch Interferon
o.Ä. nehmen sollte? <Hebener>Anatol:
Wenn Sie die Diät praktizieren, keine weiteren Schübe eintreten
bzw. weder der neurologische Zustand noch der Kernspin-Befund Verschlechterungen
über die Zeit aufweisen, brauchen Sie keine weitere Therapie. <Tim>Ich
nehme täglich wegen Osteoporose 1 Ossofortin D. Nun soll ich 1 mal
wöchentlich Actonel 35 mg (Risedronsäure = vermtl. Biphosphonate)
nehmen. Als Nebenwirkungen sind Entzündungen der Verdauungsorgane
und der Iris angegeben. Besteht die Gefahr, dass Actonel auch meine MS
negativ beeinflusst? <Hebener>Tim:
Bisher sind keine negativen Erfahrungen bekannt. <waltraud>machen
si auch blutuntersuchungen ?? <waltraud>scheidet
der körper das viele vitamin e wieder aus ?? <Hebener>Waltraud:
Wenn nicht genügend Fett aufgenommen wird, kann das passieren. Wir
koppeln Vitamin E an die Einnahme von Fischöl und damit dürfte
die Resorption maximal sein. <Henck>Ich
habe zur Zeit ein Problem mit der Blase. Beim Wasser lassen habe ich keine
richtigen Druck mehr. Ich werde demnächst auch zum Urologen deshalb
gehen. Was meinen Sie dazu? <Hebener>Henck:
Urologe ist gut. Danach kann die Therapie präzise erfolgen. <Fanny>Vielen
Dank für die Antworten. Da mein Gruß am Anfang durch technische
Probleme am Server nicht angekommen sind, hole ich es jetzt nach: Guten
Abend und Tschüß bis zum nächsten Mal! <Alex>Welchen
Einfluß hat das vegetative Nervensystem auf die MS ? Lohnt es sich
z.B auf Coffeinhaltigen Kaffee zu verzichten ? <Hebener>Alex:
Selbstverständlich beeinflusst das Vegetativum auch das ZNS. Ein
grundsätzlicher Verzicht von Coffein ist nicht nötig, sondern
nur bei individueller Reaktion sinnvoll. <benn>Guten
Abend Herr Dr. Hebener, ich nehme gerade eine Stoßtherapie wie besprochen
mit fortecortin 40mg. Sollte ich nach fünf Tagen abbrechen oder eher
ausschleichen? <Hebener>Benn:
Im Regelfall sind 5 Tage ausreichend. Nur wenn bei früherer Erfahrung
das abrupte Absetzen schlecht toleriert wurde, kann kurz ausgeschlichen
werden. <benn>War
bisher der 1. Versuch mit Fortecortin. Was kann evtl. schlecht tolleriert
werden? Ausschleichen jeweils wochentlich die Hälfte bis auf 10mg
ratsamer? <Hebener>Benn:
Nein. Viel kürzer, z.B. je einen Tag 24, 16 und 8 mg. <anatol>Gibt
es eigentlich verlässliche Studien zu den "Alternativen Methoden"
und wenn ja wo kann man deren Ergebnisse lesen? <Hebener>Anatol:
Verlässliche Studien ist eine schöne Formulierung, mit der ein
geschickter Wissenschaftler viel anfangen kann. Über unsere Bemühungen
haben wir versucht, Langzeiterfahrung zu dokumentieren und publizieren.
Diese können Sie bei uns anfordern. <Claudia>Ich
gehe monatl. ca. 1x ins Lokal zum Essen. Ist hier eine zusätzliche
Einnahme von Seviton-Produkten erforderlich? <Hebener>Claudia:
Nein. <waltraud>was
halten sie von der sowitherapie <? <Hebener>Waltraud:
Gute unterstützende Maßnahme. <Pe>Hallo
alle zusammen <waltraud>kann
man ein anders vitamin e auch nehmen z.b. optivit1000 <Hebener>Waltraud:
Geht, es wäre dann bei 2 pro Tag allerdings etwas höher dosiert. <waltraud>warum
soll man es unter dem essen nehmen die vitamine <Hebener>Waltraud:
Das gilt hauptsächlich für Fischöl und Vitamin E, die dann
meist kein Aufstoßen oder Ähnliches bewirken und optimal aufgenommen
werden. <Henck>Ich
mache die Ernährungstherapie sehr streng. Meistens 2 Mal im Monat
gönne ich mir eine kleine Pizza oder gehe mal essen. Ich habe bis
jetzt danach noch keine Verschlechterung bei mir festgestellt. Darf ich
weiter so machen? <Hebener>Henck:
Absolut Ja! <waltraud>welches
öl ist das beste zum salat und soweiter <Hebener>Waltraud:
Keinerlei "normales" Pflanzenöl. <waltraud>wie
mach ich dann salat an <Hebener>Waltraud:
Liebe Waltraud, die Antwort war zu Beginn des Chats gegeben und ist dann
im Protokoll nachlesbar. <Alex>Ich
ernähre mich seit Anfang Jahr nach ihrer Diät. Laut Arzt habe
ich sehr gute Blutwerte bis auf mein hohes LDL-Cholesterin. Was kann ich
besser machen ? <Hebener>Alex:
Wahrscheinlich nichts. In einer Minderzahl unserer Patienten erhöht
sich der LDL-Wert. Dieser hätte aber nur eine Bedeutung, wenn der
sog. atherogene Quotient (LDL/HDL) den Grenzwert von 4 überschreiten
würde. Ansonsten freuen Sie sich gelassen über die guten Blutwerte. <benn>Ich
nehme die Vitamine erst nach dem essen. Ist die Wirkung damit nicht optimiert,
lieber beim Essen wie vorhin erwähnt? <Hebener>Benn:
Beides funktioniert, weil die Nahrung nach dem Essen ein bis zwei Stunden
im Magen verbleibt. <Tim>Muss
man die 40 mg (5 Tabletten) Fortecortin 1 mal am Tag oder über den
Tag verteilt nehmen? <Hebener>Tim:
Die Einnahme sollte einmalig, am besten morgens zwischen 6.00 und 8.00
Uhr, erfolgen. Am besten jedoch nach dem Frühstück. <waltraud>also
meine blutwerte sind in ordnung und der hausarzt meint ich brauch die
vielen vitamine nicht mehr einnehmen <Hebener>Waltraud:
Ich meine etwas anderes, aber die freie Entscheidung liegt selbstverständlich
bei Ihnen. <waltraud>solll
man´ seinen ph werte überprüfen <Hebener>Waltraud:
Mindestens bei Patienten mit wiederkehrenden Blasenentzündungen sollte
der PH-Wert des Urins kontrolliert werden und möglichst sauer sein. <Henck>Mein
Selenwert liegt laut Hausarzt bei 160 und ist seiner Meinung zu hoch.
Ich nehme die von Ihnen empfohlene 3 Tabletten am Tag. Wie ist der Wert
einzuordnen? <Hebener>Henck:
Hängt auch vom Referenzbereich ab. Optimal sind 150 - 200 % des oberen
Normwertes. Ich vermute aber, dass Ihr Messwert exzellent ist und grundsätzlich
häufigere oder fortdauernde Entzündungsreaktionen sicher ausschließt.
Die Dosierung sollte beibehalten werden. <Pe>3
kps. Epa und 3 Kps. Lipo E dazu ok? <Hebener>Pe:
OK! Alex>Benötigt
man zum Myelinscheidenaufbau wirklich diese langkettigen, einfach und
mehrfach ungesättigten Fettsäuren . Werde diesbezüglich
stets mit WIDERSPRÜCHEN KONFRONTIERT: <Hebener>Alex:
Ja, man benötigt sie, aber ganz offenkundig haben meine Patienten
im Rahmen der Therapie von all diesen Komponenten ausreichend, um bei
körpereigener Regeneration das nötige Baumaterial zur Verfügung
zu stellen. <Alex>Funktioniert
das auch ohne Pflanzenöle ? <Hebener>Alex:
Wie in der obigen Antwort mitgeteilt, definitiv ja. <benn>Habe
im letzten Chat gelesen daß Gingo die Bluthirnschranke stabilisieren
kann. Wie ist das gemeint, wird sie gänzlich wieder undurchlässig,
wie bei Anwendung von Cortison? <Hebener>Benn:
Die Stabilisierung ist ein Relativ-Effekt und nicht vergleichbar mit der
Wirkung von Cortison beim akuten Schub. <Sahne>
Haben Sie einen Tipp, wenn man unter den dauernden Wetterschwechsel/schwankungen
mit Verschlechterung bestehender MS-Symptomatik reagiert? <Hebener>Sahne:
Leider nein. <Alex>Können
Sie das Grapefruitkernextrakt bzgl. Linolsäureanteil empfehlen ? <Hebener>Alex:
Soweit bekannt, ohne Einschränkung. <Henck>Sie
haben vorhin die Alpha-Liponsäure bei Gefühlsstörungen
erwähnt. In welcher Form erhält man diese? <Hebener>Henck:
Als Medikament. In Deutschland gibt es eine gute Tradition speziell bei
der Behandlung peripherer Nervenstörungen bei Diabetikern. <Henck>Könne
oder besser gesagt, dürfen Sie den Namen des Medikamentes hier sagen? <Hebener>Henck:
Ich hatte bereits vorhin konkret Namen genannt. Ich bevorzuge Alpha-Vibolex
mit 2 x 300 mg pro Tag. <Sahne>Remission
einer Sehnerventzuendung: Lt. meiner AA sind Schwankungen in der Sehfaehigkeit
normal, wenn es nur insgesamt aufwärts geht. Ihre Erfahrung? <Hebener>Sahne:
Absolut zutreffend und positive Prognose. <Alex>Ist
es möglich dass durch längeren Aufenthalt im Meerwasser Magnesium
über die Haut aufgenommen wird ? <Hebener>Alex:
Theoretisch denkbar, aber weit hergeholt. Bekannt ist, dass Aluminium
über die Fußsohlen bei intensivem Barfußgehen in bestimmten
afrikanischen Regionen in relevanter Menge resorbiert werden kann. Mir
scheint die Konzentration im Meerwasser einfach zu niedrig. <benn>Kann
Folsäure den Entzündungsprozeß bei MS positiv beeinflussen,
oder gibt es darüber keine nennenswerte Erkenntnisse? <Hebener>Benn:
Doch es gibt sie. Folsäure baut Homocystein ab, was eine wichtige
Bedeutung in der Neurodegeneration des ZNS hat. Außerdem unterstützt
Folsäure über die Kernsäuresynthese die Myelinbildung. <benn>Welche
Einnahmemengen erhalten Sie für sinnvoll? <Hebener>Benn:
Hier können Sie sich an Empfehlungen für Schwangere orientieren.
Im Grunde genommen reichen jedoch die Kombinations-B-Vitamine aus. <Henck>Ich
möchte Ihnen danken und bewundere Sie, wie Sie in dieser doch realtiv
kurzen Zeit all die vielen Fragen bestens beantworten. Wissen Sie schon
den Termin für den nächsten Chat. Allen noch einen schönen
Abend und bis zu nächsten Mal. <Hebener>Henck:
vielen Dank für das Kompliment! Aber zugegebenermaßen bin ich
jetzt auch platt, da die 10 Stunden vorher von extremer Intensität
waren. Ich danke allen für ihr reges Interesse. Der nächste
Chat findet in der 2. Septemberhälfte statt. Das genaue Datum wird
wieder auf unserer Homepage bekannt gegeben. <Alex>Schädigt
Homocystein das ZNS ? <Hebener>Alex:
Wie man erst seit kurzem verstanden hat, ja. <Alex>Vielen
Dank für Ihre Arbeit. Bis bald und schönen Abend. <Sahne>Vielen
Dank Herr Dr. Hebener und allen einen schoenen Sommer. Bis zum Herbst!!! <Hebener>Ich
danke allen! Schönen Abend, macht's gut, ciao! <benn>Ebenfalls
mein besten Dank für die Antworten. Ihr einsatz ist wirklich super
ciao <Pe>1000 Dank ciao |
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