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enzyme ende des 19. jahrhunderts gelang dem deutschen chemiker c. eduard buchner der nachweis, dass nicht hefezellen eine gärung auslösen, sondern eine substanz, die durch erhitzung zerstört wird. der alte namen 'fermente' wurde fallengelassen und neu der begriff 'enzyme' (aus dem griechischen 'zyme', gärung) verwendet. ein gesunder körper bildet entsprechend seinem bedarf und der zugeführten nahrung die notwendigen enzyme. enzyme sorgen dafür, dass bestimmte biochemische prozesse so und nicht anders ablaufen indem sie etwas hinzufügen oder fort nehmen, ohne sich selber zu verändern. solch ein enzym besteht aus zwei komponenten: die eine bildet der körper selbst aus eiweiss (ähnlich einem gerüst), die zweite setzt sich u.a. aus vitaminen und mineralien zusammen, die mit der nahrung aufgenommen werden. erst wenn diese beiden substanzen sich verbinden, wird das enzym zum aktiven stoffwechselarbeiter und kann seine funktion ausüben. nach heutigem wissenschaftlichem stand gibt es rund 2500 verschiedene enzyme. sie werden beim menschen, sowie im tier- und pflanzenreich in folgende gruppen eingeteilt:
enzyme leben nur kurze zeit. sobald sie ihre arbeit verrichtet haben, ist das vitamin oder das mineral verbraucht. es wird ausgeschieden oder in einer zelle eingelagert. zurück bleibt das eiweissgerüst. der körper bildet nun wieder ein neues enzym. es handelt sich um einen kontinuierlichen prozess, von dem die leistungsfähigkeit unseres stoffwechsels abhängt. ein enzymmangel kann einerseits mit gewissen enzymbildenden nahrungsmitteln, andererseits durch die einnahme von vitamin- und mineralstoffpräparaten ausgeglichen werden. beide methoden ermöglichen es, die enzymmenge entsprechend zu beeinflussen. der enzympunkt lässt sich nicht messen, jedoch gibt unser wohlbefinden darüber aufschluss, ob er stimmt. bei hohem stoffwechsel-gleichgewicht, also wenn der enzympunkt stimmt, fühlen wir uns fit und leistungsfähig. bei gestörtem stoffwechsel gleichgewicht ist auch der enzympunkt tief. er macht sich u.a. bemerkbar durch haarausfall, kopfschmerzen, blähungen.
wichtig ist, die tägliche ernährung enzymreich zu gestalten und die enzymbildung mit vitaminen und mineralstoffen anzuregen. dazu gehört auch, für eine gute verdauung zu sorgen, damit der körper die stoffwechselinternen enzyme bilden kann und nicht dies durch falsche lebensmittel behindert wird. die enzyme des verdauungstraktes sind für das wohlbefinden äusserst wichtig, da sie als vorarbeiter für die weit wichtigeren enzyme dienen, die aktiv werden, sobald die einzelbestandteile der nährstoffe im blut oder in der lymphe (die in den lymphgefässen enthaltene flüssigkeit) sind. von dort aus werden die nährstoffe zu den organen transportiert und als energiegewinnung (verbrennung) genutzt. spricht man von einer enzymtherapie, arbeitet
man hauptsächlich mit den enzymen des verdauungstraktes. dazu gehören
enzyme aus dem mund, dem magen, dem zwöffingerdarm, der bauchspeicheldrüse,
des dünndarms und des dickdarms. enzyme der verdauung: mund amylase wird therapeutisch eingesetzt für rheumatiker, bei reizzuständen degenerativer gelenk- und wirbelsäulenerkrankungen und ödemen, sowie bei vielen entzündungsformen wie nebenhöhlenentzündung, bronchitis usw. magen besteht ein magensaft- oder enzym-mangel
sind saures aufstossen und magenbrennen die folge. vorallem nach fleisch-
oder milchprodukte-mahlzeiten kann ein klumpfgefühl im magen entstehen.
zwölffingerdarm bauchspeicheldrüse
- trypsin (wichtig für die eiweissverdauung) menschen mit enzymmangel sind schlechte
futterverwerter und trotz häufiger mahlzeiten sehr schlank. oft leiden
sie unter grossem, voluminösem stuhl, übelriechenden blähungen
und durchfall. die enzyme der bauchspeicheldrüse
werden zur therapie als verdauungshilfe eingesetzt. ausserdem bei gefässerkrankungen,
zur nachbehandlung von thrombosen, zur verminderun von lymphödemen,
als metastasenprophylaxe, bei autoimmunerkrankungen und bei sportverletzungen. dünndarm - proteasen bestehen aus dem enzym erespsin und bauen mit
hilfe von trypsin und pepsin die eiweisse (proteine) zu
aminosäuren ab. fehlt das enzym lactase (spaltet den milchzucker), werden verdauungsprobleme, unwohlsein und durchfall ausgelöst, sobald ein frischmilchprodukt gegessen wird, das milchzucker enthält. gut verträglich sind leicht angesäuerte milchprodukte. fehlt das enzym saccharase, löst weisser zucker durchfall aus. dickdarm zur unterstützung der endverdauung werden zur therapie aus mikroorganismen darmaktive enzyme hergestellt. weitere hinweise zur therapeutischen anwendung von enzymen sind hier zu finden. |
| quellen: | diäten: |
| bé
mäder, vitamine, mineralstoffe, enzyme & co. rose-marie nöcker, das grosse buch der sprossen und keime http://www.net-lexikon.de/Enzym.html |
enzymtherapie |
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