| fischölkapseln |
|
omega-3-fettsäuren aus fischöl werden im plankton und in den seegräsern gebildet, welche nahrung für die fische sind. pflanzliche und tierische lebewesen in kalten gewässern brauchen diese fettsäuren, welche erst bei extrem tiefen temperaturen fest werden, um nicht zu erstarren und geschmeidig zu bleiben. zuchtfische haben einen wesentlich geringeren anteil an EPA als wildfische, da die fütterungsbedingungen besonders grossen einfluss haben. fischöle enthalten u.a. zwei langkettige fettsäuren, eicosapentaensäure (EPA) und docosahexaensäure (DHA), welche die synthese von entzündungshemmenden prostaglandinen beeinflussen und somit gegenspieler der arachidonsäure sind. mehr dazu im kapitel omega-3-fette. natürliche quellen dieser fischöle sind vorallem hering, lachs, thunfisch, sardinen, sardellen und krabben. auf den täglichen verzehr von fisch sollte man jedoch verzichten, da diese auch mit schwermetallen und antibiotika (lachsfarmen) belastet sein können. da es nicht jedermanns sache ist, fisch zu essen und schon gar nicht mehrmals wöchentlich, bietet sich die möglichkeit, fischölkapseln einzunehmen und somit nicht auf die zufuhr von EPA und DHA zu verzichten. ein weiterer vorteil der kapseln ist, dass man sie täglich und somit kontinuierlich einnehmen kann, was wichtig ist, um die bildung der entzündungsfördernden arachidonsäure zu hemmen und sie aus den zellmembranen zu verdrängen. beachten Sie hierzu auch das stichwort "fische + ihre fette". um fischölkapseln herzustellen, werden fischabfälle vermahlen und zu fischöl gepresst. weichgelatinekapseln aus tierischer oder vegetabiler gelatine eignen sich als geruchs- und geschmacksneutrale hülle. da der gehalt an omega-3-fettsäuren in den verschiedenen produkten unterschiedlich hoch ist, sollte man die deklaration auf der verpackung genau beachten. so enthält z.b. 1.5g lachsöl 'nur' 0.5g omega-3-fettsäuren. je mehr EPA und DHA angegeben sind, umso empfehlenswerter ist das produkt. eine übersicht an fischöl-präparten ist im separaten stichwort "fischölpräparate übersicht" zu finden. ebenfalls sind unter dem link http://www.acibas.ch/test/test_omega3_tbl.shtml verschiedene produkte verglichen. bedenken bei der herstellung sind vorhanden in bezug auf eine mögliche schwermetallbelastung von fischen, insbesondere durch quecksilber. zur sicherung einer entsprechenden qualität sollten fischölextrakte einen reinigungsprozess durchlaufen, der die elimination von umweltgiften wie dioxinen, PCB's und schwermetallen garantiert. fischarten in fischölkapseln :
dosierung :
die supplementierung mit fischölkapseln ist im allgemeinen unbedenklich und gut verträglich. die häufigsten nebenwirkungen können ein fischartiger nachgeschmack (aufstossen) sein oder übelkeit. beides kann man versuchen zu vermeiden, indem man die kapseln während den mahlzeiten zu sich nimmt oder eventuell das produkt wechselt. da omega-3-fettsäuren die fliesseigenschaften des blutes verändern, sollten menschen, die blutverdünnungsmittel nehmen, eine etwaige einnahme von fischölkapseln zuerst mit dem arzt besprechen. dasselbe gilt für diabetiker, da fischöle zu einem blutzuckeranstieg und zu einer abnahme der insulinsekretion führen können. die kapseln sind zwar luftdicht verschlossen, sollten aber der empfindlichen hochungesättigten omega-3-fetten wegen im kühlschrank aufbewahrt werden.
|



