kupfer

kupfer spielt im menschlichen organismus eine wichtige rolle, da es unter anderem an der bildung der roten blutkörperchen und an der funktion des zentralen nervensystems beteiligt ist. es erleichtert die resorption und mobilisation von eisen und wirkt unterstützend zur zellulären immunanwort. ebenso hilft kupfer die myelinschicht zu bilden.

doch gleichzeitig kann ein zuviel an kupfer unerwünschte nebenwirkungen verursachen. kupfer und zink versuchen sich gegenseitig aus den zellen oder enzymstellen zu verdrängen.

gründe für einen kupfermangel können sein:

  • einseitige ernährung
  • resorptions(verwertungs)störungen, insbesondere bei älteren menschen
  • hoch dosierte, lang andauernde zinktherapie
  • nierenfunktionsstörung

anzeichen von kupfermangel sind:

  • anämie (blutarmut)
  • störungen der nervenzellen
  • haut- und haarpigmentierungsstörungen
  • arteriosklerose
  • schlafstörungen
  • infektanfälligkeit
  • skelett- und haarstrukturstörungen
  • erhöhte cholesterinwerte
  • wachstumsstörungen
  • appetit- und gewichtsverlust

kupfermangel kann auch skorbutähnliche (vitamin C-mangel) symptome hervorbringen. ein mangel von vitamin C bewirkt eine störung der kupferaufnahme und des kupfertransportes.

 

für eine chronische kupfervergiftung sind zahlreiche belastungsquellen bekannt:

- farbpigmente
- fungizide, pestizide
- kontaminierung über das leitungswasser
- kontrazeptiva ("pille", kupfer-spirale)
- kupfer-verarbeitende industrie
- langzeiteinnahme von multivitamin-tabletten mit einem ungünstigen kupfer-zink-verhältnis (kleiner als 4:1).
- zigarettenrauch

symptome und folgen:

- beschleunigt die entstehung freier radikale, welche zellschädigungen verursachen können.
- emotionale labilität, nervosität, schizophrenie, depression
- entzündliche prozesse in darm, nebenhöhlen, gelenken, atemwegen, prostata usw.
- epilepsie, autismus, hyperaktivität
- erhöhtes herzinfarktrisiko
- leberstörungen
- müdigkeit, konzentrations- und schlafstörungen, migräne
- zinkmangel

massnahmen:

kupferbelastungen können mit speziellen nährstoffkombinationen (z.b. zink, mangan und vitamin B6) die kupferausscheidung über den urin fördern. wie bei allen massnahmen kann eine schwermetallausleitung mit dem mobilisiertem und in den blutkreislauf gelangten metall erneute symptome hervorrufen. in solchen fällen sollte die dosis auf ein verträgliches mass reduziert werden.

zu beachten sind zudem die stichworte, welche sich vorwiegend auf die empfohlenen nährstoffe innerhalb der untersuchten diäten und therapien beziehen :

nährstoffe, vergleich der diäten
nährstoffe, einnahmeformen /-zeiten

nährstoffe, wechselwirkungen

quellen: siehe auch:
burgerstein handbuch 'nährstoffe'
www.m-ww.de (neu onmeda.de)

 
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