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vitamin D
als vitamin D wird eigentlich eine ganze gruppe von vitaminen bezeichnet, wobei jedoch nur vitamin D3 in unserem körper heimisch ist. zudem gehört vit. D zur familie der steroidhormone. umgangssprachlich wird oft die bezeichnung "sonnenvitamin" genannt, da durch unsere haut 7-dehydrochlosterol (eine vitamin D-vorstufe) synthetisiert wird, wenn diese der sonne, bzw. einer UV-bestrahlung ausgesetzt wird. über eine zwischenstufe in der leber wird die umwandlung durch das peptidhormon parathormon (PTH) in vitamin D3 ermöglicht. im normalfall reicht eine 15-minütige besonnung von händen, gesicht und armen, um den tagesbedarf eines gesunden menschen an vitamin D3 zu decken. bei nutzung von sonnenölen ab stärke 8 und auch im alter besteht die gefahr eines mangels, da die fähigkeit der haut zur umwandlung abnimmt. ebenso sind es faktoren wie jahreszeiten oder wohnsituation, bzw. der breitengrad des landes (nördlich kühl oder südlich warm), welche einen einfluss haben. regionen wie das nordwestliche europa, die nördliche USA oder kanada sind wohl am ehesten gefahrenzonen eines vitamin D-mangels. goldberg (1974) zeigte als erster die wichtigkeit von vitamin D auf, da er die MS-häufigkeit in geographischen zonen mit der jeweils herrschenden sonnenscheindauer verglich. schon acheson (1960) dokumentierte diesen zusammenhang. goldberg konnte zudem aufzeigen, dass innerhalb von gebieten mit wenig sonnenscheindauer unterschiede der ms-häufigkeit mit der jeweiligen ernährungsweise zusammenhängen. dies sind faktoren wie z.b. fischkonsum (u.a. erhöhte vitamin D-zufuhr) oder getreidekonsum (reduziert vitamin D-aufnahme aufgrund vom phytat des getreidekorns, der äusseren hülle des korns). goldberg erwähnte zudem, dass manche individuen grössere mengen an vitamin D zur myelin-bildung benötigen. untersuchungen wie die von goldberg wurden in ihrer anfangszeit belächelt, waren jedoch anfang der 80er wieder hochaktuell als herausgefunden wurde, dass immunzellen einen rezeptor für ein aktives vitamin-D-hormon tragen, welches immunfunktionen reguliert (bhalla, 1983). versuche mit mäusen und ratten mit EAE (MS-gleiche krankheit bei tieren) zeigten, dass injektionen mit vitamin D-hormonen die EAE aufzuhalten vermochten (lemire und archer, 1991 und cantorna, 1996). ebensolche versuche wurden erfolgreich mit krankheitstypen der typ-1-diabetes und rheumathoiden arthritis gemacht (cantorna, 1998). immunologische versuche zeigten folgende immunregulierende eigenschaften von des vitamin D-hormons:
zusammengefasst :
im gegensatz zu vitamin D3 ist vitamin D2 meist synthetischer herkunft, wird als toxisch vermutet und fördert unnatürliche kalziumablagerungen im bindegewebe. vitamin D3-reiche nahrungsmittel sind meist tierischer herkunft (eigelb, leber, fisch) weshalb vegetarierer stärker der gefahr eines mangels ausgesetzt sind. die natürliche vitamin D3-zufuhr ist abhängig von der jahreszeit, bzw. der sonnenscheindauer. eine genaue zahl lässt sich nicht angeben. zu beachten sind zudem die stichworte, welche sich vorwiegend auf die empfohlenen nährstoffe innerhalb der untersuchten diäten und therapien beziehen : nährstoffe, einnahmeformen /-zeiten
vitamin D3 wirkt in einer überdosis toxisch und zeigt dies auf vielfältige weise. dies betrifft bei kindern dosen von über 100mcg (4000 i.E.) pro tag, was zu einem zu hohen kalziumspiegel im blut führen kann. bei erwachsenen sind es dosen von über 1000mcg (40000 i.E.) pro tag. vitamin D2 kann in viel niedrigeren dosen bereits toxisch wirken und eine unnatürlich kalziumablagerung in arterien (arteriosklerose), in gelenken (arthritis), in den nieren (nierensteine) und in den augen verursachen. |
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